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03.03.2008

Wie unter anderem Ikhaya und Pro-Linux berichten, hat die beliebte Linux-Distribution Ubuntu mit dem Ubuntu Brainstorm einen offenen Ideenwettbewerb angestoßen, bei denen jeder angemeldete Nutzer Ideen einreichen kann. Die Vorschläge werden dann von den anderen Nutzern der Seite bewertet - und die populärsten hoffentlich bald umgesetzt.

Das Konzept lehnt sich an Dells "Idea Storm" an, die nach demselben Prinzip funktioniert. Nachdem Dell die Seite gestartet hatte, bemerkte das Unternehmen das große Interesse nach Desktop-PC und Laptops mit vorinstallierten Linux-Systemen und begann daraufhin mit der Auslieferung von Dell-PCs und Notebooks mit Ubuntu Linux.

Ich hoffe, ich kann ein paar Unterstützer für meine Idee mobilisieren: Ich würde gerne den Ansatz, den Ubuntu bei den Video-Codecs verfolgt, auf alle anderen Dateitypen ausweiten, sodass mit Ubuntu immer anbietet, das passende Programm/den passenden Codec zu installieren, wenn eine Datei nicht geöffnet werden kann.

Beispiel: Klickt jemand auf eine .exe-Datei, könnte Ubuntu mich fragen, ob ich Wine installieren möchte. Klickt jemand auf ein .rar-File, ob ich das Paket "unrar" installieren will etc.


29.01.2008

Bis zur nächsten Version der für ihre Stabilität bekannten Linux-Distribution Debian GNU/Linux wird noch einige Zeit vergehen. Auf dem Wiki der Debianer planen daher einige, die Wartezeit mit einer Zwischenversion abzukürzen. Der Arbeitstitel: "Etch and a half". Gemeint ist ein aktuelles stabiles Debian 4.0, das mit dem gerade erst veröffentlichten Kernel 2.6.24 kombiniert werden soll. Dieser soll nach den derzeitigen Plänen mit der Version 4.0r4 als Option angeboten werden, um mehr aktuelle Hardware zu unterstützen. Zuvor wird es jedoch noch eine Version 4.0r3 geben. Weitere Details berichtet Debian-Entwickler Dann Frazier in seinem Blog und Pro-Linux.

Gerade Debian leidet in letzter Zeit etwas an der im Vergleich zu anderen Linux-Distributionen eher konservativen Versionspolitik. Was sich einerseits durch einen guten Ruf in Sachen Stabilität und Ausgereiftheit bezahlt macht, ist andererseits für viele Desktop-User sowie Anwender mit neuerer Hardware ungeeignet. Teilweise wird hierin auch einer der Erfolgsfaktoren für Ubuntu Linux gesehen, eine auf Debian basierende Linux-Distribution, die halbjährlich aktualisiert wird. Mit der Wahl von Anthony Towns zum Debian-Projektleiter am 17. April 2007 kündigte dieser bereits an, die Debian-Releasepolitik in Richtung regelmäßigeren Aktualisierungen anpassen zu wollen.

Über die aktuelle Entwicklungen rund um den Linux-Kernel berichtet heise open in einem neuen Format Namens Kernel-Log, das analog zum gleichnamigen Format in der gedruckten c't gesammelt über aktuelle Kernel-Entwicklungen berichtet, die nicht in einer eigenen Meldung auf heise open gewürdigt wurden.

28.01.2008

Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia ist derzeit vor allem wegen einer Werksverlagerung von Bochum nach Rumänien in den deutschen Schlagzeilen. Doch nun dürfte sich auch die Open-Source-Gemeinschaft für den umstrittenen Konzern interessieren: Wie heise open meldet haben die Finnen den norwegischen Qt-Entwickler Trollrech gekauft. Das bestätigt Trolltech auch in einer offiziellen Pressemitteilung.

Das C++-Framweork Qt ist die Basis des beliebten Linux-Desktops KDE und der freien Handy-Plattform Qtopia. Nokia kündigte bereits an, die Bibliothek Qt weiterhin nach dem bewährten Open-Source-Prinzip entwickeln zu wollen. Mit der Übernahme will Nokia offenbar der ebenfalls auf Linux-Basis entwickelten Smartphone-Plattform Android von Google etwas entgegensetzen.

27.01.2008

Hier alle Neuigkeiten aus der Open-Source-Welt, denen ich keinen einzelnen Blog-Artikel gewidmet habe, die ich aber trotzdem für relevant halte.

Neues Linux-Notebooak von Dell: Dell, zweitgrößter Computerhersteller der Welt, ergänzt sein Angebot von Rechnern mit Ubuntu Linux in der Mittelklasse. Seit dieser Woche ist auch das Modell XPST M1330 für rund 850 Euro mit Ubuntu erhältlich. Die weiteren Dell-Angebote mit vorinstalliertem Linux finden sich unter www.dell.de/ubuntu. Mehr dazu: heise open.

HP ruft neue Open-Source-Initiativen ins Leben: Auch vom weltweit größten PC-Hersteller gibt es Neuigkeiten in Sachen Open Source. Auf der Open Source Meets Business-Messe in Nürnberg kündigte Christine Martino, Vizepräsidentin der "Open Source and Linux Organization" des Unternehmens, die Freigabe von FOSSology sowie den Start der Plattform FOSSBazaar an. Damit soll sich der Einsatz von freier Software in Unternehmen besser überwachen lassen. Mehr: heise open

KDE unter Windows und Mac OS X: Die Qt-Bibliotheken, Basis für den beliebten Linux-Desktop KDE, sind nun auch für Windows und Mac OS X verfügbar, berichtet zum Beispiel Ars Technica. Damit stehen populären KDE-Anwendungen wie Amarok der Weg auf die Microsoft- und Apple-Plattform offen.

Sun Microsystems glänzt. Das inzwischen ganz auf das Prinzip freie Software setzende Traditionshaus Sun macht satte Gewinne und steigert den Umsatz. Mit der Verdopplung des Gewinns schlägt der Konzern die Markterwartung. Interop News fragt sich derweil aber, ob die Übernahme des Open-Source-Datenbankspezialisten MySQL AB wirklich eine Milliarde US-Dollar wert war. Schließe habe das schwedische Unternehmen nur einen Gewinn von rund 70 Millionen US-Dollar vorweisen können.

Microsoft kämpft mit den Standards: "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los" dichtete einst Goethe und hat dabei sicher nicht an Microsoft gedacht. Passen würde es allerdings: Weil Microsoft mit dem Internet Explorer jahrelang die vom W3C festgelegten Web-Standards unterlaufen hat, gibt es nun Probleme bei der Abwärtskompatibilität mit für den Internet Explorer 6 optimierten Websites. Deshalb könnte auch der kommende Internet Explorer 8 als einziger bekannter Browser den Acid2-Test nicht bestehen. Acid2 ist ein normierter Test, um die Standardkonformität von Webbrowsern zu testen. Von einer anderen Microsoft-Front im Kampf um Standards, berichtet Slashdot. Weil die umstrittene ISO-Normierung von OpenXML nicht sicher ist, warnt Bob Suter vor dem Einsatz des Formats.

Neuer Linux-Kernel 2.6.24 mit besserer WLAN-Unterstützung: Die Entwickler des Linux-Kernels haben in dieser Woche Version 2.6.24 freigegeben. Unter der Überschrift WLAN einfach so berichtet heise open über die Neuerungen in dieser Kernel-Version. Der neue CFS-Scheduler soll unter anderem auch für mehr Performance sorgen. Eine ausführliche Dokumentation aller Änderungen bietet wie immer das Changelog.

EU-Handelsausschuss warnt vor Open-Source-Piraten: netzpolitik.org berichtet von einem Papier des EU-Handelsausschusses, in dem Open-Source-Programmierern die Verletzung geistigen Eigentums vorgeworfen wird.

Einen noch etwas ausführlicheren Wochenrücknlick hat wie immer Ikhaya.

26.01.2008

Gestern hat das Wine-Team die Windows-Bibliotheken für Linux in Version 0.9.54 veröffentlicht. In der Auflistung der neuen Features heißt es auch, dass die Windows-Versionen von Photopsh CS und Photohsop CS2 nun standardmäßig mit Wine unter Linux laufen sollten. Bisher funktionierte Adobe Photoshop nur bis zu Version 7 ohne Anpassungen unter Linux mit der Hilfe von Wine. Für Photoshop CS2 gab es eine komplizierte Anleitung, um diese Version der bekannten Grafiksuite unter Linux zum arbeiten zu bewegen.

Die Community wird dazu aufgerufen, das neue Feature zu testen und eventuelle Fehler zu melden. Weiterhin haben die Entwickler der neusten Version von Wine eine lange Reihe Bugfixes, verbesserten Debugger-Support und eine bessere Unterstützung von RPC spendiert. Die neuste Version der Software für verschiedene Linux-Distributionen kann hier heruntergeladen werden.

Wine ist eine Windows-Ausführungsschicht (API), welche eine nachprogrammierte Windows-Schnittstelle unter Linux zur Verfügung stellt. Damit ist es möglich, viele für Windows geschriebene Anwendungen auch unter Linux auszuführen. Gegenüber klassischen Emulatoren besteht dabei ein enormer Geschwindigkeitsvorteil. Anders als bei diesen funktioniert Wine jedoch noch nicht mit sämtlicher Windows-Software reibungslos.

Adobe Photoshop ist eines der bekanntesten Bildbearbeitungsprogramme in der PC-Welt, bisher jedoch nur für Windows und Macintsoh-Rechner verfügbar. Die aktuelle Version der Grafiksuite lautet CS3. Für Linux steht unter anderem die kostenlose Alternative GIMP zur Verfügung, die in ihrem Funktionsumfang gegenüber Photoshop nach und nach aufholt.

24.01.2008

Linux4Afrika ist ein Entwicklungshilfeprojekt der besonderen Art: Die Initiatoren sammeln ausrangierte aber funktionierende Hardware, statten sie mit freier Software aus und sorgen sich um den Transport und die Installation der Hardware in afrikanischen Schulen. Dort werden sie mit einem Internetanschluss versorgt und die Schulkinder mittels Workshops im Umgang mit der moderneren Informationstechnologie geschult. Weil Windows-Lizenzen zu teuer wären, stattet das Projekt die Rechner mit Edubuntu und weiterer freier Software aus. Dabei wird darauf geachtet, dass kein Elektroschrott von Europa nach Afrika transportiert wird. Jegliche Hardware wird vor dem Transport gesäubert und ausgiebig getestet.

Auch der SWR3 berichtete bereits über das Projekt (Download MP3). Zuletzt im Juni 2007 wurde eine Container-Ladung mit Linux-PCs nach Daressalam gebracht. Inzwischen hat das Projekt wieder genug funktionstüchtiger Hardware gesammelt, um einen weiteren Container nach Afrika zu verschiffen. Bisher fehlt dafür jedoch noch das Geld. Insgesamt 1.2000 Euro benötigt der Verein, um den Transport zu finnazieren. Die Daten des Spendenkontos lauten:

FreiOSS e.V.
Konto-Nr.: 21963607
BLZ 680 900 00 (Volksbank Freiburg)
Verwendungszweck "linux4afrika"

Die Spendenverbindung findet ihr auch auf der SWR3-Seite.

23.01.2008

Ein kleiner Überblick über die aktuellen Nachrichtenlage im Open-Source-Bereich.

Merkel und Microsoft: In Berlin präsentiert sich Microsoft zurzeit auf dem Government Leaders Forum Europe. Dabei betreibt Firmen-Gründer Bill Gates höchstpersönlich Lobbyarbeit für Microsoft-Produkte. Wie sich die deutsche Bundesregierung dabei vom Microsoft-Lobbyismus einspannen lässt beschreibt Netzpolitik.org in dem Beitrag "Kanzlerin präsentiert Microsoft-Produktshow".

Freie Windows-Alertantive: Unter anderem Golem berichtet über die neue Version der freien Windows-Alernative ReactOS, das nun in Version 0.3.4 verfügbar ist. Verbessert wurde dabei insbesondere die Kompatibilität mit Windows Server 2003. Das Open-Source-Projekt versucht seit 1996 einen freien Windows-Klon ins Leben zu rufen, ist aber nach wie vor im Alphastadium. Die Team-Mitglieder kooperieren dabei mit den Erstellern des Wine-Projekts, das eine freie Windows-kompatible Bibliothek unter anderem für Linux programmiert.

Wiener Open-Source-Zentrum: In Österreichs Hauptstadt ist ein neues Open-Source-Kompetenz-Zentrum geplant. Unter dem Dach der Open Source Austria, einer unabhängige Vereinigung zahlreicher Dienstleister für den Bereich der freien Software, soll am 11. Februar das Kompetenzzentrum seine Türen öffnen. Weitere Details dazu gibt es in der offiziellen Pressemeldung der Initiative.

23.01.2008

Zehn Jahre ist es schon her, da stieg aus den Trümmern des Netscape Navigators das gemeinnützige Mozilla-Projekt hervor. Der Code des zuvor proprietären Browsers wurde damals unter den freien Lizenzen GPL und MPL veröffentlicht. Heute ist Mozilla, vor allem bekannt durch den Open-Source-Browser Firefox und den Mailclient Thunderbird, eine Erfolgsgeschichte.

Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als habe Microsoft mit dem Internet Explorer den Browserkrieg schon gewonnen. Das angesehene Computerfachmagazin c't resümierte im Jahr 2000:

Der berüchtigte Browser-Krieg ist vorüber. Fast möchte man den Hut ziehen vor Microsoft: Sie haben einen Kampf gewonnen, den viele für aussichtslos hielten - mit fiesen Tricks und Schlägen unter die Gürtellinie zwar, aber gesiegt ist gesiegt.

Heute ist alles anders. Der Mozilla Firefox holt gegenüber dem Internet Explorer immer weiter auf - trotz der Verbandelung von Windows und dem Browser aus dem Hause Microsoft. Mozilla-Chefin Mitchell Baker will das Jubiläum daher gebührend feiern und ruft in ihrem Blog dazu auf, Ideen für die Festivitäten zum 10-jährigen Jubiläum einzureichen.

22.01.2008

Die Agentur für Arbeit kündigte in einer Pressemeldung von gestern an, dass sie nun verstärkt auf Linux und freie Software setzt. Die Umstellung von rund 13.000 öffentlichen Informationsplätzen in den 178 Arbeitsagenturen des Landes von Windows NT mit Internet Explorer auf das freie Betriebssystem sei Ende 2007 abgeschlossen worden. Die Server der Arbeitsagenturen seien schon vorher mit Linux ausgestattet gewesen.

Als Grund für die Migration nennt die Bundesagentur die zahlreichen Vorteile von Linux wie beispielsweise ein stabiles Betriebsverhalten, hohe Sicherheit und weitreichende Anpassungs- und Konfigurationsmöglichkeiten. Außerdem könne durch die lizenzkostenfreie Software die Betriebskosten gesenkt werden und die Windows-NT-Rechner seien für die Darstellung aktueller Medieninhalte und die Unterstützung moderner Hardware nicht mehr geeignet gewesen.

22.01.2008

Derzeit arbeiten wir daran unsere Blogsoftware umzustruktieren, um sie für ein Release unter einer freien Lizenz vorzubereiten. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf folgenden Beitrag von mutles Blog hinweisen: blogage.de intern: Aktuelle Entwicklungen, in dem ihr ein paar Details zu den Eigenschaften der Ruby-on-Rails-Software findet.

Über die Lizenz haben wir noch nicht endgültig entschieden, wir tendieren zurzeit jedoch zur GPL in Version 3.

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